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Audi RS 3 Sportback im Design Review – Der Kampfzwerg mit der großen Klappe

Audi RS 3 Sportback im Design Review – Der Kampfzwerg mit der großen Klappe

Da ist er. Endlich! Nachdem sein Vorgänger der Audi RS 3 Sportback seit dem Mai 2016 nicht mehr produziert wird, freue ich mich, dass Audi den neuen RS 3 auf dem 87. Automobilsalon in Genf (09. – 19. März 2017) mit im Gepäck hat.

Nachdem die Produktion einer Audi RS 3 Limousine bereits im Herbst des letzten Jahres angekündigt worden ist, sind Kunden und Fans über die Produktion eines Pendants im Sportbackdress lange im Ungewissen gehalten worden. Aber nun hat das Warten ein Ende und ab April ist der neue Audi RS 3 Sportback konfigurierbar. Zeit sich den neuen Krawallbruder mal etwas genauer anzuschauen.

Muskulöse Silhouette beim neuen Audi RS 3 Sportback. Hier in Arablau mit silbernen Akzentteilen und Auspuffrohren
Muskulöse Silhouette beim neuen Audi RS 3 Sportback. Hier in Arablau mit silbernen Akzentteilen und Auspuffrohren. (c) AUDI AG
Der Ersteindruck

Das Design ist keine große Überraschung und dennoch mehr als gelungen. Breit und stämmig präsentiert sich der Audi RS 3 Sportback auf großen 19 Zoll Felgen. Trotz seiner kompakten Abmessungen hat er gegenüber seinen Serienbrüdern deutlich an Präsenz zugelegt. Nach wie vor gelingt es Audi sportlich anmutende Fahrzeuge zu bauen, die aber nicht durch geschmacklose Anbauten wie riesige „Pommestheken“ gekennzeichnet sind. Ganz im Gegenteil: Für ein Fahrzeug der 400 PS Klasse wirkt der Wagen schon fast dezent. Alle Anbauteile und RS Insignien sind kein Schein, sondern erfüllen wirklich technische Aufgaben. Ganz genau der These „form follows function“.

Die optischen Details außen

Unser Audi RS 3 Sportback präsentiert sich im sportiven blauen Dress. Die Farbe heißt Arablau und unterstützt den sportlichen Auftritt des Fahrzeugs zusätzlich. Beim RS 3 ist alles ein bisschen größer und breiter geworden. Größere Bremsscheiben brauchen größere Felgen. Diese wiederum nehmen in den ausgestellten Kotflügeln Platz. Das Fahrwerk ist im Vergleich zur Serie um 25 mm tiefer gelegt und hat eine um 20 mm verbreiterte Spur. Die Schweller sind etwas kräftiger verpackt als beim Serienbruder und auch die Front- und Heckschürzen wurden neu gestaltet. Sie sind auf jeden Fall noch brutaler als bei seinem kleinen Bruder dem S 3 Sportback. Große Lufteinlässe geschützt mit schwarzen Wabengittern deuten bereits optisch auf die Potenz des Fahrzeugs hin.

Front des neuen Audi RS 3 Sportback in der Farbe Arablau mit großen Lufteinlässen und quattro Schriftzug
Front des neuen Audi RS 3 Sportback in der Farbe Arablau mit großen Lufteinlässen und quattro Schriftzug. (c) AUDI AG
Heck des neuen Audi RS 3 Sportback in der Farbe Arablau. Typisch RS: Die armdicke doppelflutige Auspuffanlage
Heck des neuen Audi RS 3 Sportback in der Farbe Arablau. Typisch RS: Die armdicke doppelflutige Auspuffanlage. (c) AUDI AG

Optische Akzente an Front und Heck sind in meinem Testwagen silber abgesetzt. Dies gilt auch für die Außenspiegel und die armdicken Endrohre der Auspuffanlage. Diese sind glücklicherweise nach wie vor rechts und links angeordnet. Seit dem beim Audi RS Q3 nur auf der linken Seite ein Endrohr verbaut worden ist, mache ich mir darüber jedes Mal Sorgen. Serienmäßig ist das Fahrzeug mit LED-Scheinwerfern ausgestattet, die im Design derer der normalen A3 ähneln. Hier kann man, wie auch in der Serie und gegen Aufpreis, auf die Matrix LED-Scheinwerfer upgraden.

Die optischen Details innen

Innen sind die Anpassungen aus meiner Sicht eher marginal. Es sind RS-Sportsitze angekündigt (aufpreispflichtig). Diese haben wie die S-Sportsitze eine integrierte Kopfstütze und in Rauten abgestepptes Leder. Alle Sitze tragen ein RS Logo in den Lehnen. Das RS-Lenkrad ist griffig und unten abgeflacht. Es gibt viel Chrom und die Verarbeitung ist auditypisch erstklassig. Das alles ist top, aber das war es dann auch schon. Alle Technikgadgets, wie Navi, virtuelles Cockpit, Touchpad etc. können genauso geordert werden wie in jedem anderen Audi A3 auch.

Wunderbare RS-Sportsitze aus Leder. Es gibt im neuen Audi RS 3 Sportback viel Chrom und Leder
Wunderbare RS-Sportsitze aus Leder. Es gibt im neuen Audi RS 3 Sportback viel Chrom und Leder. (c) AUDI AG
Der Innenraum des neuen Audi RS 3 Sportback. Feinst abgestepptes Leder und viel Chrom in exzellenter Verarbeitungsqualität
Der Innenraum des neuen Audi RS 3 Sportback. Feinst abgestepptes Leder und viel Chrom in exzellenter Verarbeitungsqualität. (c) AUDI AG
Die inneren Werte des Audi RS 3 Sportback

Hier muss man natürlich unterscheiden, denn die inneren Werte des Audi RS 3 Sportback liegen ganz klar unter der Motorhaube. So hat Audi dem aktuellen Modell den gleichen 5 Zylinder Motor spendiert, der auch bereits im Audi TT RS sein Werk verrichtet. Die 2,5 Liter Hubraum leisten hier ganze 400 PS. Damit 33 PS mehr als im Vorgänger. Prestigeträchtiger sind wohl aber die 19 Mehr-PS gegenüber des aktuellen Mercedes-Benz A 45 AMG. Die 400 PS treiben das Fahrzeug in 4,1 Sekunden auf 100 km/h. Der Motor einwickelt ein maximales Drehmoment von 480 NM, welches ab 1.700 Umdrehungen an der Kurbelwelle anliegt. Klar schafft der Wagen damit 250 km/h als Höchstgeschwindigkeit. Wer möchte, kann gegen ein entsprechendes Entgelt, die Drosselung der Höchstgeschwindigkeit aufheben und mit bis zu 280 km/h auf der Autobahn fahren.

Serienmäßig wird per 7-Gang S tronic geschaltet. Die Kraft wird über einen verbesserten quattro Allradantrieb an alle vier Räder verteilt. Durch eine neue elektrohydraulische Lamellenkupplung verteilen sich die Antriebsmomente variabel. Dadurch wird bei griffiger Fahrbahnoberfläche mehr Kraft an die Hinterachse verteilt und eine noch sportlichere Charakteristik erzeugt.

Audi RS 3 Sportback in seinem Element: Die schnelle Bewegung
Audi RS 3 Sportback in seinem Element: Die schnelle Bewegung. (c) AUDI AG
Fazit

Der Audi RS 3 Sportback ist ohne Zweifel ein aufregendes Automobil. Er hat das Potenzial jede Rennstrecke zu erobern. Mit seinem 5-Zylinder ist er ein rauer Charismat. Er hat aber auch andere Seiten. Das Sportlerherz steckt in der Sportbackhülle. Das macht ihn praktisch und für jeden Einkauf zu haben. Vielleicht können wir uns darauf einigen: Mit ihm wird jede Einkaufstour zum aufregenden Rennstreckenabenteuer.

Der Audi RS 3 Sportback ist ab April konfigurierbar. Die Preise starten bei 54.600,- Euro. Somit kostet das R 12.700,- Euro Aufpreis zum immerhin auch nicht schwachen Audi S 3 Sportback.

Hier geht es direkt zu den Audi Produktseiten.

Der neue Audi RS 3 Sportback steht auf starken Beinen und 19 Zoll großen Füßen
Der neue Audi RS 3 Sportback steht auf starken Beinen und 19 Zoll großen Füßen. (c) AUDI AG

Das Medienmaterial wurde mit freundlicher Unterstützung von der AUDI AG zur Verfügung gestellt.

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