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FIAT 500 Sondermodell Riva im Design Review – Die Motoryacht für die Straße

Blick auf den großen Bruder - Der Fiat 500 Riva genau in seinem Element. (c) Fiat Chrysler
Das Fiat 500 Sondermodell Riva vor passender maritimer Kulisse. (c) Fiat Chrysler
Fiat 500 trifft auf Riva Motoryachten. (c) Fiat Chrysler
Fiat 500 Sondermodell im speziellen Serablau vor der Riva Werft. (c) Fiat Chrysler
Das Fiat 500 Sondermodell Riva zeigt sich offen: Viel Leder und Holz. (c) Fiat Chrysler
Eine individuelle Instrumentenanzeige mit Riva Schriftzug schmückt das Cockpit des Fiat 500 Sondermodells. (c) Fiat Chrysler
Selbst die Einstiegsleisten sind beim Fiat 500 Riva in Mahagonioptik. (c) Fiat Chrysler
Mahagoni verkleidete Einlagen aus Ahorn geben dem Innenraum einen sehr luxuriösen Hauch. (c) Fiat Chrysler
Elfenbeinfarbenes Leder trifft auf Mahagoni: Der Innenraum des Fiat 500 Riva ist sehr nobel aber nicht dekadent eingerichtet. (c) Fiat Chrysler

FIAT 500 Sondermodell Riva im Design Review – Die Motoryacht für die Straße

Mit dem FIAT 500 Sondermodell Riva holt sich FIAT einen weiteren wohlklingenden Namen ins Portfolio. Dabei erfreut sich der FIAT 500 allseits großer Beliebtheit. Ist doch der italienische Retroklassiker seit vielen Jahren ein großartiger Erfolgstyp. Neben den hauseigenen Linien (wie z. B. Pop oder Lounge) gibt es auch mehrere scharfgemachte Versionen vom hauseignen FIAT Tuner Abarth. Diese hören dann auf so klangvolle Namen wie Turismo, Competizione oder Biposto. Die Auffälligkeit und Lautstärke dieser kleinen Kampfzwerge sind so groß, dass man damit nicht nur der Held an jeder Eisdiele ist.

Riva: Exklusiv mit klangvollem Namen

Wer so ein Getöse nicht mag, aber dennoch auf Exklusivität und klangvolle Namen steht, für den hat FIAT jetzt das Sondermodell „Riva“ im Angebot. Dieses Modell polarisiert gleich im doppelten Sinne. Denn der Namensgeber Riva ist einer der traditionsreichsten italienischen Hersteller von Motoryachten. Diese sind weltberühmt und natürlich nicht nur auf den großen Seen Oberitaliens anzutreffen. Die Boote aus dem Hause Riva haben eine typische Silhouette: Schmal und lang erzeugen Sie dieses prägende Bild, welches mich gleich an den italienischen oder französischen Jetset erinnert. Ich kann mich auch an dutzende Auftritte in James Bond Filmen erinnern. Hier rangieren die Riva Boote meist vor den alten stilvollen Villen rund um den Comer See. Nicht umsonst tragen die Yachten auch den Beinamen „Rolls Royce der Meere“. Ich brauche an dieser Stelle also nicht weiter zu schwärmen um den Habitus, die Strahlkraft oder die Tradition der Marke aus Italien darzulegen.

Warum macht FIAT das?

Nun steht die Marke FIAT eher für Massenmobilisierung, als für La Dolce Vita. Umso cleverer mag die Entwicklung dieses Sondermodells anmuten. Zwei urtypische italienische Marken treffen hier aufeinander und Fiat nutz konsequent die Möglichkeit das elitäre Image des Bootsbauers auf das Fahrzeug zu transferieren.

Warum auch nicht. Dass die Italiener ein stolzes Völkchen sind ist nichts Neues. Und das hier italienische Design und Handwerkstugenden vermittelt werden, ist völlig legitim.

Nach der ganzen Einordnung und der Frage der Sinnhaftigkeit, kommen wir jetzt aber mal zum Fahrzeug selbst. Ich habe weiter oben die Riva Boote ja mit einer langgezogenen Silhouette beschrieben. Damit kann das kleine FIAT 500 Sondermodell Riva ja nun nicht dienen.

Fiat 500 Sondermodell Riva im speziellen Serablau vor der Riva Werft. (c) Fiat Chrysler
Fiat 500 Sondermodell im speziellen Serablau vor der Riva Werft. (c) Fiat Chrysler
Das Exterieur: Lack und Chrom

Welcher stilistischen Mittel hat sich FIAT also für die Umsetzung des FIAT 500 Sondermodell Riva bedient? Das besondere an den Rivabooten sind die hochwertigsten Materialien aus Holz, Leder und Chrom sowie die erstklassige Verarbeitung dieser. Hier sehe ich auch die Schnittstelle der beiden Welten. Da FIAT ebenfalls hochwertige Materialien sowie exklusive Ausstattungsdetails einsetzt. So erhält das Fahrzeug serienmäßig die exklusive Metalliclackierung Sera Blau. Wer sich für das Cabriolet 500 C entscheidet erhält auch das farblich abgestimmte blaue Verdeck aus einem exklusiven Material. Blau sind auch die 16 Zoll Diamantenfelgen.

Darüber hinaus besticht wird das Exterieur durch einen farblichen Doppel-Streifen im Farbton Aquamarine, der die Gürtellinie umrandet. So werden ganz bewusst optische Anleihen zum Yachtbau geschlossen.  Zum Finish kommen noch allerhand Chromelemente zum Einsatz. So z. B. die Spiegelkappen, die Türgriffe oder auch eine kleine Chromleiste auf der Motorhaube. Ich persönlich finde das tiefe, gediegene Blau in Kombination mit den Chromanbauteilen sehr gelungen und geschmackvoll. Alles wirkt edel ohne es zu übertreiben. Damit auch jeder weiß, um was für einen besonderen FIAT es sich hier handelt, ist der Original Riva-Schriftzug in Chrom am Auto angebracht. Die Seitenzierleisten tragen hingegen das 500er Emblem.

Das Interieur: Leder und Holz

Das Besondere ist für mich am FIAT 500 Sondermodell Riva aber der Innenraum. Hier verströmt die Armaturentafel sofort Yachtatmosphäre und zieht alle Blicke auf sich. Ein Kohlefaserträger wird dafür mit Mahagoni verkleidet und in einem weiteren Arbeitsschritt werden Einsätze aus Ahornholz per Hand eingefügt. Laut FIAT ist damit jedes dieser Dashboards ein Einzelstück. Bei Riva sind die Decks und die Außenhaut bei den meisten Yachten aus genau diesem edlen Mahagoniholz gefertigt und tragen ebenfalls zu dem einzigartigen Erscheinungsbild bei. Damit neben dem ganzen Holz auch die modernen Gelüste nicht zu kurz kommen, thront über allem ein 7 Zoll großer HD Touchscreen.

FIAT 500 Sondermodell Riva. Selbst die Einstiegsleisten sind beim Fiat 500 Riva in Mahagonioptik. (c) Fiat Chrysler
Selbst die Einstiegsleisten sind beim Fiat 500 Riva in Mahagonioptik. (c) Fiat Chrysler

Holz kommt aber nicht nur beim Dashboard zu Einsatz. Auch die Einstiegsleisten sind aus Holz gefertigt. Das finde ich durchaus als Novum, da mir bisher kein Hersteller bekannt ist, der an dieser Stelle mit Holz arbeitet. Weiter geht es beim aus massiven Holz gefertigten Schaltknauf. Auch der Volant ist mit einer Holzeinlage versehen. Letzteres ist jedoch eine aufpreispflichtige Position, die mit 850,- € auch nicht unbedingt als preiswert zu bezeichnen ist. Warum FIAT gerade beim Lenkrad diese Politik verfolgt ist mir jedoch ein Rätsel. Ich bin der Meinung, dass die 850,- € hier ruhig gespart werden können. Zumal das in Elfenbein gehaltene Serienlenkrad bereits sehr gut aussieht und hervorragend mit der serienmäßigen Lederausstattung harmoniert.

Der Einsatz dieser hellen Materialien ist allerdings kein Novum für den FIAT 500. Auch bei anderen Modellen können helle Ausstattungsmerkmale gewählt werden. Ein individuelles Merkmal hingegen ist die Begrüßung mit dem Riva Schriftzug in der Instrumentenanzeige. Spätestens jetzt sollten alle Fahrer und Fahrerinnen wissen, in welchem Gefährt sie hier Platz genommen haben.

FIAT 500 Sondermodell Riva. Eine individuelle Instrumentenanzeige mit Riva Schriftzug schmückt das Cockpit des Fiat 500 Sondermodells. (c) Fiat Chrysler
Eine individuelle Instrumentenanzeige mit Riva Schriftzug schmückt das Cockpit des Fiat 500 Sondermodells. (c) Fiat Chrysler
Der Antrieb

Hier gibt es, genauso nachvollziehbar wie traurig zugleich, den größten Unterschied der beiden Brüder. Immerhin beide Kandidaten setzen auf Innenbordmotoren. Bei Riva werden in aller Regel großvolumige 6 oder 8 Zylindermotoren verbaut. Das sorgt dann für einen standesgemäßen Antrieb und wird zudem auch soundtechnisch eindrucksvoll untermauert. Nicht ganz so dick wird hingegen im FIAT 500 aufgetragen. Passend zum Konzept des Fahrzeuges kommen hier die Twin Air Benzinmotoren mit 2 Zylindern und bis zu 105 PS zum Einsatz. Ähnlich wie bei Riva wird hier auch auf Diesel gesetzt und es befindet sich ein 4 Zylinder im Repertoire für den FIAT 500. Damit reicht das Leistungsspektrum beim Kleinen zwischen 69 und 105 PS.

Fazit für das FIAT 500 Sondermodell Riva

Laut FIAT ist hier die kleinste Yacht der Welt entstanden. Das ist natürlich nur im übertragenen Sinne anzuwenden. Aber ja, ich bin der Meinung, dass es die Italiener durchaus geschafft haben, hier essenzielle Stilelemente vom Bootsbau in den Fahrzeugbau zu übertragen. Das ganze sehr geschmackvoll und gediegen verpackt – ganz im italienischen Stil. Das Fahrzeug richtet sich wahrscheinlich eher weniger an potentielle Käufer der Riva Motoryachten, aber alle Liebhaber des italienischen Designs und unaufdringlichen Luxus kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Apropos Kosten. Der Einstieg in die Rivawelt verringert sich durch den FIAT 500 Riva um ein Vielfaches. Ab 17.840,- € steht der Kleine bei den FIAT Partnern bereit.

Ich sage nur noch „La Dolce Riva“ und bin mir sicher, dass FIAT mit diesem Sondermodell auf jeden Fall nicht baden gehen wird.

Das Medienmaterial wurde mit freundlicher Unterstützung von FIAT Chrysler Deutschland zur Verfügung gestellt.

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